
In Trzebnica entdeckt wurde ein Nashornknochen mit Einschnitt. Das Nashorn Stephanorhinus oder Mercknashorn lebte im Pläistozen im nördlichen Eurasien und gehört zu ausgestorbenen Gattungen. Es hatte zwei Hörner und war ein ziemlich großes Nashorn: es wiegte etwa 3 Tonnen, war etwa 2 m hoch und 4 m lang, was den heute lebenden Weißnashörnern ähnelt. S. kirchbergensis zog Waldhabitate vor, wobei das S. hemitoechus wahrscheinlich an mehr offene Lebensräume gewöhnt war. S. kirchbergensis ist ein ziemlich seltener Fund, bekannt aus einigen europäischen Fundstätten – vorwiegend aus dem mittleren Pleistozän. In Asien ist er aus Sibirien, Mittelasien, China und Korea bekannt.
Im heutigen Polen trat der Stephanorhinus noch vor etwa 120 000 Jahren auf und der kompletteste Fund stammt aus Gorzów, wo ein fast vollständiges Skelett gefunden wurde – zufällig, im Jahre 2016, beim Bau der Straße S3. Der Fund besteht aus über 100 Knochen mit Schädel und 24 Zähnen. Die Überreste haben sich in Seesedimenten im Alter von ca. 132-115 000 Jahren erhalten. Zu damaliger Zeit war das Klima der heutigen Gebiete Polens etwas wärmer als heute.
H – Nashornskelett

Fast komplettes Skelett des Steppennashorns aus Gorzów Wlkp.

Skelett eines heutigen weißen Nashorns

Weißes gegenwärtiges Nashorn




















