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Lernstation B – FLORA (DE)

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Untersuchungen fossiler Pflanzen sind Grundlage des Wissens über alte Flora und dadurch über klimatische Veränderungen. Die Überreste der Pflanzen treten in Form von Blütenstaub und Makroresten, sowie biogener Sedimente. Blütenstaub ist sehr widerstandsfähig gegenüber Vernichtung und kann bis mehreren hunderttausenden von Jahren überdauern. Gewöhnlich werden sie von Makroresten der Wurzeln, Zweige und Baumstämme, manchmal sogar von Samen und Blattabdrücken, die zur genaueren Bestimmung der zu einer bestimmten Zeit und an einem bestimmten Ort auftretenden Pflanzenarten, hilfreich sind, begleitet.

In den Perioden zwischen den Vereisungen war das Klima etwas sanfter, unterlag aber auch wesentlichen Schwankungen – vom ganz kaltem bis zum sogar wärmerem als heute – wodurch auch die Pflanzen mehrere Entwicklungsphasen unterliefen: von immergrünen kaltliebenden mit Tundra- oder Steppencharakter, über an kühles Wetter gut angepasste Nadelgehölze, bis zu wärmeliebende Laubwälder.

Die zerfallenden Pflanzenreste bildeten den Boden. Manchmal wurden sie durch später entstehende Sedimente abgedeckt und überdauerten bis zu unseren Zeiten als sogenannte Paläoböden („alte Böden“), die eine wichtige Quelle des Wissens über vergangene Klimaänderungen sind. Die Paläoböden entstanden auch während der wärmeren Schwankungen der Gletscherperioden.

 

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Esche (Fraxinus Excelsior)

 

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Pappel (Poplus sp.)

 

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Ulme (Ulmus sp.)

 

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